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	<title>Melusines Regal</title>
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	<description>bei buecherbrett.org</description>
	<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 21:03:34 +0000</pubDate>
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		<title>E-Book: Die schlechtesten Geschichten (von) der WElt</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 20:54:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Melusine</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Literarchie]]></category>

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		<description><![CDATA[Literarchie hat ein neues E-Book. Es ist aus dem Schreibwettbewerb &#8220;Die schlechteste Geschichte der Welt&#8221; entstanden. Zwar war der Wettbewerb nicht ganz ernst gemeint und die Texte ebensowenig, aber der Spaß am Schreiben ist jedem einzelnen Text anzumerken. 
Es wäre wirklich schade gewesen, all die &#8220;schlechten Geschichten&#8221; in der Versenkung verschwinden zu lassen.  
Wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://literarchieblog.twoday.net/stories/6133553/"><img src="http://melusine.buecherbrett.org/files/2010/01/schlechtcover-cool-2.png" alt="schlechtcover-cool-2" width="160" height="215" class="alignleft size-full wp-image-147" /></a>Literarchie hat ein neues E-Book. Es ist aus dem Schreibwettbewerb &#8220;Die schlechteste Geschichte der Welt&#8221; entstanden. Zwar war der Wettbewerb nicht ganz ernst gemeint und die Texte ebensowenig, aber der Spaß am Schreiben ist jedem einzelnen Text anzumerken. </p>
<p>Es wäre wirklich schade gewesen, all die &#8220;schlechten Geschichten&#8221; in der Versenkung verschwinden zu lassen. <img src='http://melusine.buecherbrett.org/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wie schon das Geburtstagsbuch 2008 ist auch dieses E-Book kostenlos erhältlich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mehr Informationen und den Download-Link findet ihr im <a href="http://literarchieblog.twoday.net/stories/6133553/">» Forenblog</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Literarchischer Adventskalender zum Mitnehmen</title>
		<link>http://melusine.buecherbrett.org/2009/12/02/adventskalender/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Dec 2009 19:44:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Melusine</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Literarchie]]></category>

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		<description><![CDATA[
Unser Adventskalender ist online - und kann auf die eigene Homepage mitgenommen werden: 
http://literarchie.plusboard.de/viewtopic.php?t=3203
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://mtoools.de/kalender/7759"><img src="http://melusine.buecherbrett.org/files/2009/12/adventhexe-banner.gif" alt="Literarchischer Advent" width="252" height="71" class="size-full wp-image-141" /></a></p>
<p>Unser <a href="http://mtoools.de/kalender/7759">Adventskalender</a> ist online - und kann auf die eigene Homepage mitgenommen werden: </p>
<p><a href="http://literarchie.plusboard.de/viewtopic.php?t=3203">http://literarchie.plusboard.de/viewtopic.php?t=3203</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Dem Autoren zu Eigen</title>
		<link>http://melusine.buecherbrett.org/2009/11/09/dem-autoren-zu-eigen/</link>
		<comments>http://melusine.buecherbrett.org/2009/11/09/dem-autoren-zu-eigen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 00:39:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Melusine</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>

		<category><![CDATA[Texte]]></category>

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		<description><![CDATA[Es sprach der Autor zum Autoren:
Ein E steht gut mir zu Gesicht –
ich beug mich der Grammatik nicht!
Wir Dichter, wir sind unverfroren.
Und schlägt mir gar ein dumpfer Wicht
die Frau Grammatik um die Ohren,
dann soll er in der Hölle schmoren.
Nein, Frau Grammatik folg ich nicht!
Als starker Autor beug ich schwach.
Ich lass mir doch mein E nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es sprach der Autor zum Autoren:<br />
Ein E steht gut mir zu Gesicht –<br />
ich beug mich der Grammatik nicht!<br />
Wir Dichter, wir sind unverfroren.</p>
<p>Und schlägt mir gar ein dumpfer Wicht<br />
die Frau Grammatik um die Ohren,<br />
dann soll er in der Hölle schmoren.<br />
Nein, Frau Grammatik folg ich nicht!</p>
<p>Als starker Autor beug ich schwach.<br />
Ich lass mir doch mein E nicht rauben<br />
von jenen, die da Erbsen klauben.<br />
Niemals folg ich der Meute nach!</p>
<p>Des Autors S ist dem Autoren<br />
ein Gräuel, und ich weig&#8217;re mich<br />
entschieden, stärker mich zu beugen.<br />
Den Teufel rufe ich zum Zeugen:<br />
S ist des Teufels sicherlich.</p>
<hr />
Dem <a href="http://ohrenschuetzer.podspot.de" target="_blank">Ohrenschützer</a> in aufrechter autörichter Zuneigung gewidmet. <img src='http://melusine.buecherbrett.org/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Literarchie wird drei Jahre alt</title>
		<link>http://melusine.buecherbrett.org/2009/11/05/geburtstag/</link>
		<comments>http://melusine.buecherbrett.org/2009/11/05/geburtstag/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 18:04:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Melusine</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Literarchie]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 19. November feiert die Literarchie ihren &#8220;offiziellen&#8221; Geburtstag.

Das interessiert euch jetzt natürlich alle brennend und ihr wolltet es ganz dringend wissen.  
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 19. November feiert die <a href="http://literarchie.plusboard.de">Literarchie</a> ihren &#8220;offiziellen&#8221; Geburtstag.</p>
<div align="center"><a href="http://lilypie.com"><img src="http://by.lilypie.com/t38Fp2.png" alt="Lilypie 6. - 18. Ticker" border="0" /></a></div>
<p>Das interessiert euch jetzt natürlich alle brennend und ihr wolltet es ganz dringend wissen. <img src='http://melusine.buecherbrett.org/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Literarchie vorstellen &#8230;</title>
		<link>http://melusine.buecherbrett.org/2009/07/26/literarchie-vorstellen/</link>
		<comments>http://melusine.buecherbrett.org/2009/07/26/literarchie-vorstellen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 26 Jul 2009 20:43:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Melusine</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Literarchie]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; sagt Susanne.
Ja, wie stellt man denn nun das Projekt am besten vor, an das man seit gut zweieinhalb Jahren sein Herz gehängt hat? Klar, ich hab uns schon oft vorgestellt. Wir sind&#8230;
Damit fängt es schon mal an mit der Schwierigkeit. &#8220;Wir&#8221; sind nämlich ein Haufen eigensinniger Leute, von denen jede/r schnell mal heftig wird, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; sagt <a href="http://buecherbrett.org/members/susannehottendorff/">Susanne</a>.</p>
<p>Ja, wie stellt man denn nun das Projekt am besten vor, an das man seit gut zweieinhalb Jahren sein Herz gehängt hat? Klar, ich hab uns schon oft vorgestellt. Wir sind&#8230;</p>
<p>Damit fängt es schon mal an mit der Schwierigkeit. &#8220;Wir&#8221; sind nämlich ein Haufen eigensinniger Leute, von denen jede/r schnell mal heftig wird, wenn jemand ihn oder sie ungefragt in ein &#8220;Wir&#8221; integriert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Am Anfang stand die Suche nach einem Ort des ungezwungenen Austauschs unter Gleichgesinnten. Vielleicht ist es nicht sonderlich opportun, zu erwähnen, dass einige von uns damals - gegen Ende 2006 - aus einem großen Forum rausgeflogen sind. Nicht opportun deshalb, weil es etliche Menschen zu geben scheint, die der Meinung sind, dass  nur aggressive Querulanten sowas schaffen.</p>
<p>Wie auch immer&#8230; wir wurden sozusagen über Bord geworfen, schwammen zu einer Insel - und fingen dort an, uns zusammen eine kleine Hütte zu bauen. Erst mal dachten wir, dass das nur vorübergehend sei. So lange, bis unser Schiff zurückkehrt oder &#8230; uns vielleicht ein anderes Schiff mitnimmt &#8230; oder so. Statt dessen kamen mit der Zeit andere und bauten mit. Inzwischen haben wir ein kleines Dorf und Bootsverkehr zu anderen Inseln. Unsere diversen Mutterschiffe gehen uns gar nicht mehr ab.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>So rein offiziell bin ich die Chefin des Forums (= der Insel der Irren *g*). Wenn&#8217;s hart auf hart geht, kann ich auch echt mal &#8220;die Chefin raushängen lassen&#8221;, schließlich bin ich für den verdammten Saufhaufen verantwortlich und hafte dafür.<br />
Normalerweise läuft aber alles total locker.</p>
<p>Außer mir gibt es einige Leute, die mitarbeiten und sich intensiv engagieren. Im Gegensatz zu anderen Foren wollen die aber keine offiziellen Funktionen. Warum auch. Wer sich im Forum beteiligt, weiß eh, welche Leute aktiv was tun. &#8220;Macht&#8221; ist bei uns kein Thema, oder höchstens in negativer Form: Wie vermeide ich als Admine ungerechtfertigte Machtentscheidungen&#8230; oder so.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Inhaltlich sind wir für alles offen. Jeder der gern schreibt ist willkommen. Bedingt durch die eher unkonventionellen Umgangsformen, die in unserem Forum vorherrschen, haben sich schon so manche abgeschreckt gefühlt. Das ist schade. Versierte Autoren mit eher konservativer Schreibe fehlen uns! Hallo Leute - wir sind gar nicht so furchtbar!</p>
<p>Ebenso hat sich schon so manch eine/r von unserer penetranten &#8220;Unprofessionalität&#8221; abschrecken lassen. Sei&#8217;s drum. Die traurige Wahrheit ist: Profischriftsteller schreiben nicht in Internetforen. Warum sollten sie auch.</p>
<p>Wer schon bei BoD, Engelsdorfer oder so publiziert hat, ist uns sehr willkommen - außer er oder sie hält sich darob für was Besseres. Wer noch nicht publiziert hat ebenso. Wer sich hier nicht wiederfindet und trotzdem mitmachen will, ist uns auch willkommen. Wenn ich was vergessen haben sollte &#8230;. bitte laut schreien!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ah ja, nochmal ein kleiner Wink für all jene die es noch nicht wissen:<br />
<a href="http://literarchie.plusboard.de/">» hier geht&#8217;s zum Forum</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Silentium im Küchenschrank</title>
		<link>http://melusine.buecherbrett.org/2009/07/23/silentium-im-kuchenschrank/</link>
		<comments>http://melusine.buecherbrett.org/2009/07/23/silentium-im-kuchenschrank/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 22:57:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Melusine</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Prosa]]></category>

		<category><![CDATA[Texte]]></category>

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		<description><![CDATA[
&#160;
„Müde mich nicht“, sagte das Reibeisen zur Kaffeekanne, die wieder einmal eine lange Geschichte zum Besten zu geben im Begriff stand.
„‘Müden’“, sagte da der große Kochtopf apodiktisch, „ist ein insistives Verb.“
„Ein Isi-Was?“, fragte das Reibeisen.
„Ein insistives Verb“, wiederholte der große Kochtopf herablassend.
„Und was heißt das?“, fragte das Reibeisen.
„Das heißt, dass du nicht sagen kannst ‘Müde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div align="left">
&nbsp;<br />
„Müde mich nicht“, sagte das Reibeisen zur Kaffeekanne, die wieder einmal eine lange Geschichte zum Besten zu geben im Begriff stand.</p>
<p>„‘Müden’“, sagte da der große Kochtopf apodiktisch, „ist ein insistives Verb.“</p>
<p>„Ein Isi-Was?“, fragte das Reibeisen.</p>
<p>„Ein insistives Verb“, wiederholte der große Kochtopf herablassend.</p>
<p>„Und was heißt das?“, fragte das Reibeisen.</p>
<p>„Das heißt, dass du nicht sagen kannst ‘Müde mich nicht’“, dozierte der große Kochtopf.</p>
<p>„Warum?“, fragte das Reibeisen.</p>
<p>„Weil ‘müden’ ein insistives Verb ist“, seufzte der große Kochtopf. „Hab ich doch schon gesagt, hörst du eigentlich nie zu?“</p>
<p>„Na du machst mir Spaß“, sagte das Reibeisen. „Red halt nicht so geschwollen, vielleicht versteht dich dann wer. Sie müdet mich eben, und damit basta!“</p>
<p>„Also wirklich,“ begann der große Kochtopf erneut, wußte aber nicht recht weiter.</p>
<p>„Du lieber Himmel“, gähnte das Nudelsieb, „habt ihr keine interessanteren Gesprächsthemen?“</p>
<p>„Kann mir vielleicht mal irgendwer sagen, worum es eigentlich geht?“, fragte der Suppenschöpfer.</p>
<p>„Ist doch egal“, sagte die Kaffeekanne. „Also, was ich sagen wollte &#8230;“</p>
<p>„Silentium!“, unterbrach der Fleischtopf und klapperte energisch mit dem Deckel. „Hier wurde soeben eine Problematik von emanenter Bedeutung angesprochen, über die wir nicht so nolens volens hinwegsehen können. Die Fragestellung, die der liebe Kollege Suppenschöpfer auf den Plan geworfen hat, erheischt, expressis verbis betrachtet, einer sachkompetenten Beantwortung, welcher ich mich in aller gebotenen Kürze nicht zu unterwinden anstehen werde. Ex propter hoc mögen wir dann ad limina hinwiederum auf minder wichtige Thematiken zurückrekurrieren, womit ich freilich – horribile dictum – in keinster Weise der geschätzten Frau Kollegin Kaffeekanne auch nur die geringste Inkontinenz absprechen will. Demungeachtet sei es mir jedoch an dieser Stelle verstattet, auf die unschätzbare Eminenz des von unserem hochgeachteten Herrn Kollegen, dem großen Kochtopf, Angesprochenen hinzuweisen. Denn was, sehr verehrte Damen und Herren, will er uns hiedurch mitteilen? Welch tiefe Weisheit verbirgt sich hinter diesen in seiner allseitig bekannten charakterlichen Bescheidenheit so unpräventiv hingeworfenen Ausführungen? Mit anderen Worten, um es ominös zu formulieren, welche genuinen Lehren können wir aus seinen endemischen Betrachtungen ziehen?“</p>
<p>Hier machte der Fleischtopf eine Kunstpause.</p>
<p>„Ja, das möcht ich auch gern wissen“, kicherte eine der Kaffeetassen. </p>
<p>„Was sollen wir wo reinleeren?“, erkundigte sich die zweite, am Rande interessiert.</p>
<p>„Und noch dazu im Genuitiv!“, ergänzte der Kuchenteller, der zuoberst auf dem Stapel stand.</p>
<p>„In des Genuitivs“, korrigierte sein Unterwohner.</p>
<p>„Silentium!“, wiederholte der Fleischtopf, ungehalten über diese wahrhaft inkompetente Unterbrechung seiner gelehrten Ausführungen. „Um es kurz zu sagen, verehrte Damen und Herren &#8230;“</p>
<p>„Hört, hört!“ Der Einwurf kam, so schien es, von der obersten Untertasse.</p>
<p>Unbeirrt fuhr der Fleischtopf fort: „Wie gesagt, um es in wenigen klaren und unmißverständlichen Wörtern auszudrücken: Wir befinden uns hier und heute in einer Situation, in der es von infinitiv imminenter Prävalenz ist, gewisse wörtliche – um nicht zu sagen, verbale – Problematiken adstringent zu lösen oder, konvektiver formuliert, zu deren faktizitätischer Entproblematisierung zu gelangen. Die Frage, um die es sich nun gewissermaßen sui genere handelt, ist offenkundig die, ob und inwiefern &#8230;“ </p>
<p>Leises, allmählich anschwellendes Gemurmel ließ den Redner einen Augenblick innehalten, jedoch überzeugte er sich rasch genug davon, dass es sich hierbei lediglich um eine Form von – wenngleich an dieser Stelle nicht unbedingt angebrachten – Beifall handle. </p>
<p>Mit leicht erhobener Stimme fuhr er fort: „&#8230; ob und inwiefern, sage ich, der Satz ‘Müde mich nicht’ als grammatikalisch korrekt, restriktive als falsch zu betrachten sei. Nun hat der Herr Kollege – ich verwarne Sie, Kollegin Kaffeetasse, wenn Sie noch einmal meinen Vortrag stören, werde ich Sie Ihrer Schranken verweisen! – also, wie bereits angedeutet, der schätzenswerte Herr Kollege Großer Kochtopf hat in unnachahmlicher Weise auf die Feinheiten der Sprache verwiesen, indem er verdeutlichte, dass, und man kann es nicht oft genug betonen – Sie da hinten, verlassen Sie augenblicklich meinen Schrank! –, dass (verzeihen Sie die Unterbrechung) der Gebrauch des insistiven Verbs, und ich spreche jetzt gar nicht von seiner Benützung, dass also, wie gesagt, der Gebrauch des insistiven Verbs, im Gegenteil von, wie ich hinzufügen möchte, dem transistiven Verb, welches exzessiv auf zur Gänze vollkommen anderen Voraussetzungen beruht, die gleichzeitige Implementierung eines akkusatorischen Objektivs im selbgenannten Satz nicht nur nicht erforderlich macht, sondern im Gegensatz geradehin verunmöglicht.<br />
Mit anderen Wörtern: Falls und insofern der Terminus ‘Müden’ also in medias res ein rein insistives Verb darstellt, oder darstellen zu sollen vermöge, was, wie wir noch zeigen werden, keinesfalls semper et ubique oder, besser gesagt, in dubio pro reo als erwiesen erachtet werden muss oder vielmehr kann, so nehmen wir fernerhin an, dass es Ihrer geschätzten Aufmerksamkeit, meine Damen und Herren, mit enormer Wahrscheinlichkeit vermutlich nicht entgangen sein wird, dass unser allseitig geschätztes Reibeisen in dem Satz ‘Müde mich nicht’, bei welchem es sich beiläufigerweise, wenngleich selbiges Ihrer erwähnten geschätzten Aufmerksamkeit allenfalls etwa entwichen sein möchte, um eine Negativität handelt, und in welchem dasselbe selbst, durch eine Pränominalkonstruktion insinuiert, stellvertretend in Form eines Akkusativobjektivums immanent innewohnt, zu unserem nicht ungeringen Bedauern keinen wie auch immer gearteten lokativen Platz einnimmt, und sollte sich selbes daher schleunigst von daselbst hinausentfernen. Jedoch &#8230;“</p>
<p>„He!“, unterbrach an dieser Stelle das allseitig geschätzte Reibeisen, das bei der Erwähnung seines Namens aus seinem vorübergehend und nahezu unvermeidlich durch die Ausführungen des Fleischtopfes hervorgerufenen Tiefschlaf erwacht war. „Ich lass mich doch nicht einfach rausschmeißen, bloß weil ich gesagt habe, dass mich die Kaffekanne müdet! Soll <i>sie</i> doch gehen!“</p>
<p>„Reg dich nicht künstlich auf, ist ja gut“, sagte die Kaffekanne. „Ich trag dir doch eh nichts nach. Aber soll ich dir sagen, was <i>mich</i> müdet? Ich meine, <i>wirklich</i> müdet? Also ehrlich: Leute, die einem stundenlang &#8230;“</p>
<p>„Silentium!“, rief der Fleischtopf zum dritten Mal. „Wenn Sie mich doch nicht fortwährend unterbrechen wollten! Wo waren wir stehengeblieben?“</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p>Ergänzung (27.7.09):<br />
<a href="http://buecherbrett.org/members/lotharthiel/">Lothar Thiel</a> hat den Text eingelesen und auf seinem Podcast veröffentlicht:</p>
<p><a href="http://lotharthiel.podspot.de/post/melusine-gudrun-hopf-silentium-im-kuchenschrank/">»  Silentium im Küchenschrank - gelesen von Lothar Thiel</a></p>
<p>Danke, Lothar!</p>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Blas-Femie</title>
		<link>http://melusine.buecherbrett.org/2009/07/13/blas-femie/</link>
		<comments>http://melusine.buecherbrett.org/2009/07/13/blas-femie/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 16:49:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Melusine</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>

		<category><![CDATA[Texte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://melusine.buecherbrett.org/?p=91</guid>
		<description><![CDATA[Es steigt ein wunderschöner Elch vom Himmel
inmitten einer leergetrunk’nen Welt.
Auf seiner Nase trägt er einen Pimmel,
den der Allmächtige in Händen hält.
Voll Ehrfurcht starrt das Volk auf die Erscheinung,
die so noch keines Menschen Auge sah.
„Verneiget euch, sonst fress ich eure Meinung!“,
so spricht der Rat, „Denn siehe: Er ist da!“
Gott, wie geschmacklos.
Wer schreibt solchen Kack bloß?
Des Elchs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es steigt ein wunderschöner Elch vom Himmel<br />
inmitten einer leergetrunk’nen Welt.<br />
Auf seiner Nase trägt er einen Pimmel,<br />
den der Allmächtige in Händen hält.</p>
<p>Voll Ehrfurcht starrt das Volk auf die Erscheinung,<br />
die so noch keines Menschen Auge sah.<br />
„Verneiget euch, sonst fress ich eure Meinung!“,<br />
so spricht der Rat, „Denn siehe: Er ist da!“</p>
<p><i>Gott, wie geschmacklos.<br />
Wer schreibt solchen Kack bloß?</i></p>
<p>Des Elchs Gemächt, er trägt es auf der Nase,<br />
voll Stolz und ohne jede falsche Scham<br />
und röhrt, auf dass ihm jemand einen blase.<br />
(Nun fehlt ein Reim. Seid mir darob nicht gram.)</p>
<p>Doch find’t sich keiner, der ihm zu Gefallen,<br />
denn inhaltlich ist das Organ recht leer.<br />
Das kommt, weil ihm der Sack fehlt. (Und, bei allen<br />
antiken Göttern: Dichten, das ist schwer!)</p>
<p><i>Schlimmer geht’s nimmer?<br />
Doch, das geht immer!</i></p>
<p>(Jetzt brauche ich zur Form noch eine Strophe,<br />
jedoch für diese fällt mir gar nichts ein.<br />
Das macht nichts, denn wie ich von Herzen hoffe<br />
fällt’s keinem auf – Hauptsache, es klingt rein.)</p>
<p>Dem Elche wollte keiner einen blasen.<br />
Was tut’s: Er kommt doch passend in der Zeit<br />
und niest den Naseninhalt auf den Rasen.<br />
Das war’s auch schon. Perfekte Handarbeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p align="left">Und hier zu allem Überfluss auch noch in einer Hörversion - gelesen von der Autorin selbst, mangels geeigneter technischer Ausstattung via Telefonaufzeichnung:</p>
<p><a href="http://melusine.podspot.de/files/Elch.mp3">» hier hören</a></p>
<p><img src="http://cosgan.de/images/smilie/konfus/d015.gif" /></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Eine Protagonistin verweigert die Mitarbeit</title>
		<link>http://melusine.buecherbrett.org/2009/07/09/eine-protagonistin/</link>
		<comments>http://melusine.buecherbrett.org/2009/07/09/eine-protagonistin/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 21:21:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Melusine</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Prosa]]></category>

		<category><![CDATA[Texte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://melusine.buecherbrett.org/?p=85</guid>
		<description><![CDATA[
„Ich kann nicht“, sagte sie.
„Was kannst du nicht?“ Ich war irritiert.
„Die Hauptrolle in deiner Geschichte spielen.“
„Häh? Wie meinst du das? Ich hab dich schließlich erfunden, also &#8230;“
„Ja, schon, aber du hast mich falsch erfunden. Verstehst du nicht? Ich bin keine, die eine Hauptrolle spielt. Gib mir eine Nebenrolle, dann bin ich’s zufrieden.“
„Das geht nicht. Wer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="left">
„Ich kann nicht“, sagte sie.<br />
„Was kannst du nicht?“ Ich war irritiert.<br />
„Die Hauptrolle in deiner Geschichte spielen.“<br />
„Häh? Wie meinst du das? Ich hab dich schließlich erfunden, also &#8230;“<br />
„Ja, schon, aber du hast mich falsch erfunden. Verstehst du nicht? Ich bin keine, die eine Hauptrolle spielt. Gib mir eine Nebenrolle, dann bin ich’s zufrieden.“<br />
„Das geht nicht. Wer soll denn dann die Hauptrolle übernehmen?“<br />
„Das musst du schon selber wissen. Schließlich bist du der Autor.“<br />
„Autorin, bitte schön. Verdammt noch mal, so kommen wir nicht weiter. Also was jetzt: Spielst du mit oder nicht?“<br />
„Nur, wenn ich nicht die Hauptrolle spielen muss. Das liegt mir nicht.“<br />
„Das heißt also: Nein.“ Ich seufzte. „Mist. Nun muss ich also alles umschreiben.“<br />
„Na klar. Und zwar schreibst du meine Rolle bitte so: Eine zurückhaltende, schüchterne Einzelgängerin, die –“<br />
„Hey! Jetzt halt aber mal die Luft an! Wer ist hier die Autorin: Du oder ich?“<br />
„Na du doch. Aber wenn du nicht ordentlich spurst, muss dir ja einer sagen, wo’s lang geht.“<br />
„Vergiss es. Du bist draußen.“<br />
„Moment mal! Eine Nebenrolle will ich aber schon! Das steht mir zu, schließlich bin ich wichtig für deine Geschichte!“<br />
„Nichts da. Ganz oder gar nicht.“<br />
„Aber &#8230;“<br />
„Schreib dich gefälligst selber!“ Wütend schloss ich das Schreibprogramm.</p>
<p>Ich fühlte, wie mich ihre Augen hinter geschlossenen Dateifenstern hervor anstarrten.<br />
Schließlich tat ich, was getan werden musste.</p>
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		<title>Das Ding</title>
		<link>http://melusine.buecherbrett.org/2009/07/05/das-ding/</link>
		<comments>http://melusine.buecherbrett.org/2009/07/05/das-ding/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 18:14:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Melusine</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>

		<category><![CDATA[Texte]]></category>

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		<description><![CDATA[IIIIIIIIICCCCCCCCCHHHHHHHHH
quiekt das Ding, das komische, wenn ich es
anpuste.
Ich hab’s aus diesem
Warenhaus für Merkwürdigkeiten, dort
gibt es noch mehr solch seltsame Sachen.
Es ist rot. Meistens. Jedenfalls oben.
Oder vorne, oder wie das halt
bei solchen Dingern heißt.
Manchmal hat es eine Kapuze auf, das
sieht komisch aus. Ehrlich.
Reinbeißen kann man
schon, sollte man aber
besser nicht.
Ich habe gelesen, dass
auch Kartoffeln
schreien.
(Feb. 2007)
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>IIIIIIIIICCCCCCCCCHHHHHHHHH<br />
quiekt das Ding, das komische, wenn ich es<br />
anpuste.<br />
Ich hab’s aus diesem<br />
Warenhaus für Merkwürdigkeiten, dort<br />
gibt es noch mehr solch seltsame Sachen.</p>
<p>Es ist rot. Meistens. Jedenfalls oben.<br />
Oder vorne, oder wie das halt<br />
bei solchen Dingern heißt.<br />
Manchmal hat es eine Kapuze auf, das<br />
sieht komisch aus. Ehrlich.</p>
<p>Reinbeißen kann man<br />
schon, sollte man aber<br />
besser nicht.</p>
<p>Ich habe gelesen, dass<br />
auch Kartoffeln<br />
schreien.</p>
<p>(Feb. 2007)</p>
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		<item>
		<title>Eröffnung: Melusine stellt sich vor</title>
		<link>http://melusine.buecherbrett.org/2009/07/04/eroeffnung/</link>
		<comments>http://melusine.buecherbrett.org/2009/07/04/eroeffnung/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 18:03:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Melusine</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Hallo Buecherbrett-Community,
hab seit gestern an meinem nagelneuen Blog herumgebastelt und - Tadaaaa - hier ist es! Hiermit erkläre ich &#8220;Melusines Regal bei buecherbrett.org&#8221; für eröffnet.
Meine Vorstellung hab ich, da das sinnvoll erscheint, auf eine Seite gepackt (&#8221;Über mich&#8221;).
» dort weiterlesen
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Buecherbrett-Community,</p>
<p>hab seit gestern an meinem nagelneuen Blog herumgebastelt und - Tadaaaa - hier ist es! Hiermit erkläre ich <strong>&#8220;Melusines Regal bei buecherbrett.org&#8221;</strong> für eröffnet.</p>
<p>Meine Vorstellung hab ich, da das sinnvoll erscheint, auf eine Seite gepackt (&#8221;Über mich&#8221;).</p>
<p><a href="http://melusine.buecherbrett.org/about/">» dort weiterlesen</a></p>
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