Literatur-Community – eine Plattform, die Beachtung verdient

5. Dezember 2011 Melusine

Die Literatur-Community ist, platt gesagt, eine Plattform für den Austausch über Leseerfahrungen.

Etwas reliefartiger, dreidimensionaler oder wenn man will unplatter: Dort treffen sich Jung und Alt (aber vorwiegend Jung), um über Bücher, Literatur, Lesen, literarische Kenntnisse usw. zu diskutieren. Ich als “Alte” (ich bin 47, der Altersdurchschnitt dürfte dort deutlich unter 25 liegen) dachte mir ja erst einmal, dass ich dort gar nicht reinpasse. Ist aber nicht so.

Gegenüber dem Bücherbrett ist das jetzt keine Abwerbung. Die LitaCom — wie sie sich launig abgekürzt selber nennt — ist keine Autorenplattform. Sondern in erster Linie eine Plattform für Bücherwürmer. Autor_innen dürfen dort aber auch ihre Bücher vorstellen, sofern sie bereit sind, sich im Forum ein wenig einzubringen (so in etwa “Fair-Use-Prinzip”).

Was ich dort mache ist allerdings nicht Eigenwerbung. (Wofür auch, ich schreib ja keine Bücher.) Ich mag ganz einfach den Austausch mit Leuten, die sich für Literatur im weitesten Sinn interessieren und dabei großteils nicht selber schreiben. Genau das ist mir auf Autorenplattformen immer abgegangen.

Ganz neu (na ja, seit ca. einem Monat) gibt es da jetzt auch die Möglichkeit, ein eigenes Bücherregal anzulegen. Das wird euch hier jetzt vielleicht nicht so immens interessieren — aber es interessiert Leser_innen. Und was Leser_innen interessiert, sollte ja eigentlich auch Autor_innen interessieren …

Schaut halt einfach mal rein, ob es euch vielleicht behagt.
(Wenn nicht, dann bin aber bittschön nicht ich dran schuld! ;) )

http://www.literatur-community.de/

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Morgensterns Halloween

20. Oktober 2011 Melusine

Ein Rabe saß auf einem Grabe,
des Glaubens, dass er Rechte habe.

Jedoch der Grabbewohner spricht:
Ich duld' hier keine Raben nicht!

Da kriegt
der Rabe einen Schreck
und
     fliegt
             weg.

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Literarchie goes Bachmannpreis: Einladung zum Mitmachen

3. Juli 2011 Melusine

Vom 6. bis zum 10. Juli 2011 finden in Klagenfurt die 35. „Tage der deutschsprachigen Literatur“ statt. Wir wollen das Ereignis in der Literarchie gemeinsam mitverfolgen und kommentieren. Gäste sind herzlich eingeladen, mitzumachen!

Um dem Ganzen ein wenig Struktur zu geben, haben wir uns für die Diskussion Spielregeln überlegt. Es gibt Diskussionssthreads für jeden einzelnen Text bzw. Autor (die Texte werden ja erst jeweils kurz vorher bekannt gegeben) und einen Thread für die allgemeine Diskussion. Ansonsten ist die Sache ganz frei und zwanglos geplant.
Wir versuchen das zum ersten Mal, es ist also ein Experiment – Pannen sind nicht auszuschließen.

» Hier geht es zu unserem Bachmannpreis-Forum

(Bild: Bachmannpreis 2010 – presse.bachmannpreis.eu)

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Eitelkeit

9. März 2011 Melusine

Ich wurde in den Kanon der Lyrikerinnen aufgenommen. ;-)

Mein “Narr” bei Jokers

Warum ich mich beworben habe: Um mal zu schauen, ob das überhaupt was taugt, was ich so an Lyrik ablasse.
Ich freue mich.
Anderseits frage ich mich: Was sagt das jetzt? Nicht viel, oder?

(Vorsorglich geh ich allerdings schon mal Häuser in der Toskana anschauen. Wer weiß, ob die in ein paar Monaten nicht schon weg sind.)

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Schnee

29. November 2010 Melusine

Wie immer kommt der Winter überraschend. Man hat ihn nicht erwartet. Er schleicht sich ein wie ein Dieb, stiehlt leise die letzten Blätter von den Bäumen und das Blau vom Himmel, dann wirft er nasskaltes Weiß auf die Wiesen. Nachts, damit ihn keiner erwischt.

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Advent(s)kalender

20. November 2010 Melusine

Wie schon im Vorjahr hab ich auch dieses Jahr wieder einen Adventskalender für mein Forum gebastelt, den ihr euch, wenn ihr Lust habt, auf eure Homepage mitnehmen könnt.

Adventskalender

Hier sind die Mitnehm-Infos:

http://adventkalender.twoday.net/topics/Mitnehmen/

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stadt im herbst

16. November 2010 Melusine

straßenbahnen fallen aus fa
st schon kahlem hausdachgeä
st in herbstlich heiße asph
altpfützen in denen morgenf
rostspinnen ihre knisternde
n netze weben

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ohne titel [herbstgedicht]

4. Oktober 2010 Melusine

verblüht die zartblauen glocken
blumen des sommers
blutrote blüten
blätter auf herbstlaub
dornige hecken
rosen und hagebutten
morgen
tau in spinnweben
und die letzten weinbeeren
reif

(Oktober 2006)

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Na sowas!

20. August 2010 Melusine

Ein Auge liegt im Stephansdom
(genaugenommen schwimmt es),
betrachtet den Besucherstrom
und denkt an nichts Bestimmtes.

Mit einem Mal betritt ein Pferd
den Dom durch eins der Tore.
Es schaut sich um ganz unbeschwert
und steigt auf die Empore.

Es schüttelt sich und wiehert laut,
die Chorempore kracht.
Sie war wohl nicht für es gebaut -
wer hätte das gedacht!

Dem Auge ist dies ungewohnt.
Das geht, denkt es gekränkt,
weit über meinen Horizont
(denn dieser ist beschränkt).

(1992)


Dies Textchen musste ich erst aus der Koppel befreien; es war mal Mackisch und wollte jetzt gar nicht so recht folgen.

Angeregt hat mich dazu (zum Befreien, nicht zum Schreiben!) dies hier: Mittagspauseninterieur mit Origamipferd (von @Namesitwitt).

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Linsengedicht

31. Mai 2010 Melusine

Für ‘n Augappel und ‘n Eye
 

Ach, ich will sie nicht verlieren,
die Kontakte zu den Linsen.
Deshalb nun auf allen Vieren
kriech ich rum. Jetzt muss ich grinsen.
Meine Sicht ist voller Schlieren.

Kein Wunder, die Brille is mal wieder total verschmiert, ich seh ja rein gar nix!

Dies Gedicht ging in die Binsen.

 
glasses

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